Das historische Buch können zahlreiche Rechtschreibfehler, fehlende Texte, Bilder, oder einen Index. Käufer können eine kostenlose gescannte Kopie des Originals (ohne Tippfehler) durch den Verlag. 1902. Nicht dargestellt. Auszug: ... Sonne noch nicht niederbrannte, ein dichtes Gedränge auf und nieder, namentlich wenn die grossen Sklaveninärkte und Versteigerungen stattfanden. Elefanten mit blitzendem Schmuck, Rosse mit golddurchwirkten Schabracken, an der Hand geführt oder geritten, Sänften von Eingebornen in schillernden Livreen getragen, hin und her hastende Diener, Angehörige aller Nationen vom dünkelhaften, hochmütigen Portugiesen bis zum halbnackten Hinduarbeiter herab, Offiziere und Soldaten in buntscheckigen Uniformen, verworren durcheinander gewürfelt -- alles voll rühriger Bewegung, ein erstaunliches Gewühl von Käufern und Verkäufern. -- Ein nicht minder anregendes Leben erwachte frühmorgens im Hafen und auf den Werften, wo viele fleissige Hände an dem Bau oder der Ausbesserung von Schiffen schafften, wo häufig muntere musikalische Weisen erschollen und Bewirtungen die angestrengte Thätigkeit unterbrachen, um Meister und Geselle im Schwunge der Arbeit zu erhalten. An öffentlichen Zerstreuungen, wie sie heute die Grossstädte bieten, fehlte es, und darum suchte man besonders die Schaulust zu befriedigen. Eine starke Zugkraft entwickelten die kirchlichen Feste, wie wir namentlich in den Reisebriefen von Pietro della Valle lesen. Wenn an hohen Feiertagen der Erzbischof in der Kathedrale ein glänzendes Pontifikalamt abhielt, vermochte das Gotteshaus kaum die Gläubigen zu fassen, da alle, besonders die Fidalgos, in Kleiderpracht zu wetteifern suchten; oder wenn Prozessionen mit dem Aufgebote äusseren Schmuckes die Strassen durchzogen, eilte man von fern und nah herbei. Ein gleiches Interesse widmete man den nationalen Festen. So hat einen langen Nachhall i...