Über die Vertragskonstruktion des John Rawls und die reale Bindungskraft des Hypothetischen (German Edition) Buy on Amazon
Facebook LinkedIn

Über die Vertragskonstruktion des John Rawls und die reale Bindungskraft des Hypothetischen (German Edition)

Author Florian Jung
Publisher GRIN Verlag
19.50 USD

Usually ships in 24 hours

Book Details
Author(s) Florian Jung
Publisher GRIN Verlag
ISBN / ASIN 364011518X
ISBN-13 9783640115181
Availability Usually ships in 24 hours
Marketplace United States 🇺🇸
Ratings & Reviews No reviews yet — be the first!

No reviews yet.

Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, einseitig bedruckt, Note: 2,0, Universität Passau, Veranstaltung: Vertragstheorien, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: I. Einleitung Plakativ ließe sich behaupten, der 29.05.2005 habe das ganze Dilemma der politischen Vertragstheorie offenbart, welches darin besteht, dass ein gesellschaftsbegründender Vertrag nur dann die sachnotwendige Bindungskraft entfalten kann, wenn er durch freiwillige (und ausnahmslose) Übereinstimmung der Individualwillen auch tatsächlich beschlossen wird. Ein solch homogener Zustimmungsakt, sofern er nicht-trivialen Inhaltes, erweist sich jedoch zugleich aufgrund der real existierenden Interessenheterogenität als praktisch undurchführbar. An jenem 29.05.2005 beendeten 55% aller französischen Wahlteilnehmer das aufgrund legitimationstheoretischer Notwendigkeiten1 herbeigeführte Ratifizierungsverfahren über den europäischen Verfassungsvertrag vorzeitig mit ihrem „Non".2 Nun befanden sich die europäischen Völker (erst recht nicht die der fraternité verpflichteten Franzosen) vor der Abstimmung über den Vertrag natürlich keinesfalls in einem presozialen Naturzustand, der für diese Situation eigentlich charakteristisch ist, und auch die Bedeutung des Vertrages als eine europäische Gesellschaft begründend erscheint deutlich überzogen, doch führt der obige Analogieschluss bei allen berechtigten Zweifeln zu einem der Hauptkritikpunkte an der Vertragstheorie. Es ist die Frage nach der Bedeutsamkeit einer Theorie, welche einen Gesellschaftsvertrag als Urgrund des Staates erklärt und zugleich feststellen muss, dass ein solcher, mit Ausnahme des berühmten Mayflower-Pacts, in der Geschichte der Menschheit niemals geschlossen wurde. Da bereits den klassischen Vertragstheoretikern wie Hobbes, Locke und Rousseau dieses empiristische Argument entgegengehalten wurde,3 erscheint es umso spannender, wie einer der bedeutendsten Vertragst
Donate to EbookNetworking
No Prev
No Next