Von Richthofen bis Remarque: Deutschsprachige Prosa zum I. Weltkrieg (Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik 53) (German Edition)
Book Details
Description
Unter der Prämisse der Analyse der Wandlung des Bildes vom ‘modernen’ Krieg, als dessen paradigmatisches Beispiel der I. Weltkrieg bis heute gilt, in der deutschsprachigen Kriegsprosa beschränkt sich die Auswahl der Texte nicht nur auf die heute dem Kanon der Kriegsliteratur zugerechneten Texte (Remarque, Renn, Koeppen etc.). Mit einbezogen werden Texte, die aufgrund ihrer Verbreitung (Plüschow, Flex, Richthofen, Zöberlein), ihrer kontroversen Rezeption (Carossa, Vogel) oder der vermeintlich historisch-’authentischen’ Darstellung (Schlachten des Weltkrieges) zur Diskussion um das ‘wahre’ Bild des Krieges in der Weimarer Republik und bis in die Gegenwart beigetragen haben. Die Textauswahl strebt darüber hinaus Repräsentativität an, indem auch Texte von Autorinnen (Adrienne Thomas), eine Briefsammlung (Witkop) sowie ein Bild/Text-Band (Schauwecker) einbezogen werden sowie nahezu alle in der Weimarer Republik vertretenen politischen Richtungen berücksichtigt wurden.
Inhalt:
Thomas F. SCHNEIDER, Hans WAGENER: Einleitung
Hans WAGENER: Wandervogel und Flammenengel. Walter Flex: Der Wanderer zwischen beiden Welten. Ein Kriegserlebnis (1916)
Rolf PARR: Reisender ‘sportsman’ im Krieg. Gunther Plüschow: Die Abenteuer des Fliegers von Tsingtau. Erlebnisse in drei Erdteilen (1916)
Manfred HETTLING: Arrangierte Authentizität. Philipp Witkop: Kriegsbriefe gefallener Studenten (1916)
Walter FÄHNDERS: "Das leidenschaftlichste Buch gegen den Krieg". Leonhard Frank: Der Mensch ist gut (1917)
Andrew BARKER: "Ein Schrei, vor dem kunstrichterliche Einwendungen gern verstummen". Andreas Latzko: Menschen im Krieg (1917)
Jörg BERNIG: Anachronistisches Kriegsbild, Selbstinszenierung und posthume Heroisierung. Manfred von Richthofen: Der rote Kampfflieger (1917)
Markus PÖHLMANN: "Das große Erleben da draußen". Die Reihe Schlachten des Weltkrieges (1921–1930)
Helmut PEITSCH: Wenig ‘Licht’ im ‘Rachen der Schlange’. Hans Carossa: Rumänisches Tagebuch (1924)
Martin BAUMEISTER: Ästhetik der Abschreckung. Der Versuch einer pazifistischen Kriegsdarstellung. Bruno Vogel: Es lebe der Krieg! Ein Brief (1925)
Jörg VOLLMER: Gift/Gas oder das Phantasma der reinigenden Gewalt. Johannes R. Becher: (CH Cl = CH)3 As (Levisite) oder Der einzig gerechte Krieg (1926)
Jost HERMAND: Arnold Zweig: Der Streit um den Sergeanten Grischa (1927). Eine "systemkritische" Analyse
Ulrich BROICH: "Hier spricht zum ersten Male der gemeine Mann". Die Fiktion vom Kriegserlebnis des einfachen Soldaten in Ludwig Renn: Krieg (1928)
Thomas F. SCHNEIDER: "Krieg ist Krieg schließlich". Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues (1928)
Bernd HÜPPAUF: Zwischen Metaphysik und visuellem Essayismus. Franz Schauwecker: So war der Krieg (1928)
Brian MURDOCH: Tierische Menschen und menschliche Tiere. Ernst Johannsen: Vier von der Infanterie und Fronterinnerungen eines Pferdes (1929)
Ulrich FRÖSCHLE: "Radikal im Denken, aber schlapp im Handeln"? Franz Schauwecker: Aufbruch der Nation (1929)
Heidrun EHRKE-ROTERMUND: "Durch die Erkenntnis des Schrecklichen zu seiner Überwindung"? Werner Beumelburg: Gruppe Bosemüller (1930)
Roman SCHAFNITZEL: Die vergessene Collage des Ersten Weltkrieges. Edlef Köppen: Heeresbericht (1930)
Hubert OR£OWSKI: Krieg der Reiter. Karl Benno von Mechow: Das Abenteuer. Ein Reiterroman aus dem großen Krieg (1930)
Maggie SARGEANT: Roman der de
