Hawaii - Kleines Lexikon, Sprache, Hula-Tanz, Lomi Lomi Massage und Huna-Lehre. (German Edition)
Book Details
Author(s)Jim Gold
PublisherEigenverlag
ISBN / ASINB006JT568M
ISBN-13978B006JT5681
Sales Rank3,479,575
MarketplaceUnited States 🇺🇸
Description
Die Geschichte ging von Mund zu Mund
Alle Überlieferungen wurden mündlich, in melodischen Mele-Sprechgesängen überliefert. Das Erzählen der Geschichten aus früherer Zeit erfolgte im Kreise der Erwachsenen, wobei die Ahnen besungen, die Ehrerbietung oder Furcht vor Göttern und Geistern gepriesen und die Verbindung mit der Natur und alles was ist, am Leben gehalten wurde. Auf die Überlieferungen stützte sich auch das Herrschaftssystem, wurde doch die Nachfolge der Ahnenreihe dadurch erst rechtmäßig. Die Umgangssprache von Hawaii wird auf Tahiti, Samoa, die Marquesas und das Volk der Maori zurückgeführt. Die sprachliche Urquelle entstammt aber dem indomalaiischen Raum.
Die ersten Sprachforscher gingen wie gewohnt ans Werk. Sie hörten ein hawaiianisches Wort und übersetzten es sinngemäss. Das führte zu vielen Fehlinterpretationen. Die man erst nach langer Zeit ausmerzen konnte, wenn überhaupt. Viele dieser Fehlübersetzungen sind heute noch in aktuellen Büchern zu sehen. Also die Folge eines gutgemeinten Fleisses. Die hawaiianischen Wörter sind mehr Sammelbegriffe für bestimmte charakterliche Zustände einer Sache und somit sind sie von einer unbestimmten Vieldeutigkeit umgeben. Das hawaiische 'Awa steht für bitter und berauschend, wird aber mit dem Glottal zu Awa und bedeutet dann Durchgang durch ein Riff. Beim Wort Kauwa handelt es sich um sogenannte Aussätzige, die von der Gesellschaft ausgeschlossen worden sind. Hier wird aber auch das Wort Menehune verwendet, das niedrig im gesellschaftlichen Stand bedeutet. Die ersten Missionare liessen sich von einer abenteuerlichen Geschichte übertölpeln, als man ihnen erzählte, das kleine geheimnisvolle Volk (Menehune) in Kauai, sei für einige Mauern zuständig, die es in einer einzigen Nacht errichtet hätte. Alles falsch. Menehune ist ein abfälliges Wort für den Pöbel, mit dem man nichts zu tun haben wollte.
Ihr Albert Schaffner
Alle Überlieferungen wurden mündlich, in melodischen Mele-Sprechgesängen überliefert. Das Erzählen der Geschichten aus früherer Zeit erfolgte im Kreise der Erwachsenen, wobei die Ahnen besungen, die Ehrerbietung oder Furcht vor Göttern und Geistern gepriesen und die Verbindung mit der Natur und alles was ist, am Leben gehalten wurde. Auf die Überlieferungen stützte sich auch das Herrschaftssystem, wurde doch die Nachfolge der Ahnenreihe dadurch erst rechtmäßig. Die Umgangssprache von Hawaii wird auf Tahiti, Samoa, die Marquesas und das Volk der Maori zurückgeführt. Die sprachliche Urquelle entstammt aber dem indomalaiischen Raum.
Die ersten Sprachforscher gingen wie gewohnt ans Werk. Sie hörten ein hawaiianisches Wort und übersetzten es sinngemäss. Das führte zu vielen Fehlinterpretationen. Die man erst nach langer Zeit ausmerzen konnte, wenn überhaupt. Viele dieser Fehlübersetzungen sind heute noch in aktuellen Büchern zu sehen. Also die Folge eines gutgemeinten Fleisses. Die hawaiianischen Wörter sind mehr Sammelbegriffe für bestimmte charakterliche Zustände einer Sache und somit sind sie von einer unbestimmten Vieldeutigkeit umgeben. Das hawaiische 'Awa steht für bitter und berauschend, wird aber mit dem Glottal zu Awa und bedeutet dann Durchgang durch ein Riff. Beim Wort Kauwa handelt es sich um sogenannte Aussätzige, die von der Gesellschaft ausgeschlossen worden sind. Hier wird aber auch das Wort Menehune verwendet, das niedrig im gesellschaftlichen Stand bedeutet. Die ersten Missionare liessen sich von einer abenteuerlichen Geschichte übertölpeln, als man ihnen erzählte, das kleine geheimnisvolle Volk (Menehune) in Kauai, sei für einige Mauern zuständig, die es in einer einzigen Nacht errichtet hätte. Alles falsch. Menehune ist ein abfälliges Wort für den Pöbel, mit dem man nichts zu tun haben wollte.
Ihr Albert Schaffner

