In der Softwareindustrie kommt es immer häufiger zu sogenannten "Death-March-Projekten". Die Symptome dieser "Todesmärsche" sind allgemein bekannt: Der Zeitplan, das Budget und die Zahl der Mitarbeiter des Projekts betragen ungefähr die Hälfte des zur Durchführung notwendigen. Die gesamte Planung ist schlichtweg unrealistisch. Gearbeitet wird 14 Stunden am Tag, sechs oder sieben Tage die Woche, und der Stress fordert seine Opfer. Das Aus ist bereits vorprogrammiert, das Management aber erkennt entweder die Situation nicht oder es hat keine Alternative. Die Frage ist die: Warum kommt es zu solchen irrationalen Projekten, und was -- wenn nicht reiner Unverstand -- veranlaßt Menschen dazu, sich auf derartige Projekte einzulassen?
Edward Yourdon hat über das Death-March-Phänomen und über die beste Methode, wie man es überlebt, ein geistreiches und höchst empfehlenswertes Buch geschrieben. Er untersucht die verschiedenen Arten von Projekten, die sich häufig zu "Todesmärschen" entwickeln, und die Arten der Unternehmenspolitik und -kultur, die sie typischerweise produzieren. Das Buch hilft Ihnen dabei, Ihre eigene Motivation zu überprüfen, und die der Unternehmensmanager, die solche "Todesmärsche" verursachen.
Vieles in Death March beschreibt die menschliche Seite von höchst nervenaufreibenden Projekten. Seine in einfacher Sprache gehaltenen Beobachtungen der funktionsgestörten Organisation -- machiavellistische Politik, naiver Optimismus, Machtstreben, Angst und schlichtweg stümperhaftes Management, die so viele "Todesmarsch-Projekte" begleiten -- unterscheiden sich in angenehmer Weise von anderen Werken zum Thema Projektmanagement. Zusätzlich gibt er noch viele nützliche Tips, die Ihnen dabei helfen, solche Projekte zu überstehen, angefangen von Verhandlungen mit dem Management bis hin zu dem Versuch, stockenden Projekten neues Leben einzuhauchen.
Wenn Sie schon einmal so eine Situation durchgemacht haben oder Kunde einer Firma mit Todesmarsch-Management waren, wird Ihnen dieses Buch dabei helfen, das Geschehene zu verstehen. Aber noch wichtiger: Es wird Ihnen helfen, sich auf eine zukünftige Begegnung mit "Todesmärschen" vorzubereiten. Death Marchist ein sehr empfehlenswertes Buch für jeden, der in der Softwareentwicklung arbeitet.