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Der Traum vom Deutschen Erdölimperium (German Edition)

Author Heinz Duthel
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Book Details
Author(s)Heinz Duthel
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ISBN / ASIN1468186833
ISBN-139781468186833
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MarketplaceUnited States 🇺🇸

Description

Deutsche Traditionen: Jagd nach Öl Öl spielte in den beiden Weltkriegen eine mitverursachende Rolle. Inzwischen ist seine wirtschaftliche Bedeutung ins Unermessliche gestiegen. Heute dreht sich das politische und Kriegskarussell in allererster Linie um Öl, wenn auch die hauptsächlich Beteiligten diesen Umstand nur zu gern verbergen. Der Grund: Die Ölvorräte der Welt gehen zu Ende. Die Verteilungskämpfe werden sich ohne Zweifel in ungeahnter Weise verschärfen. Der Zweite Weltkrieg war ein vom deutschen Imperialismus unternommener Großversuch, die politischen und wirtschaftlichen Machtverhältnisse in der Welt grundlegend zu verändern. Eines der wichtigsten deutschen Kriegsziele bestand darin, den Weltölreichtum zu deutschen Gunsten radikal neu zu verteilen. Hitler war sich der Unterstützung der Kräfte des großen Kapitals sicher, und rüstete das Regime von Anfang an in beispielloser Weise auf. Die Ölkönige dieser Welt, nämlich die Herren des Standard-Oil- und des Royal-Dutch-Shell-Konzerns – ausnehmend rabiate Sowjetfeinde wie Henry Deterding und Walter Teagle – fanden sich ganz oben in der Liste der Nazifreunde und Förderer der deutschen Rüstung. Öl als Kriegsmittel und Kriegsziel Die Wehrmachtführung und die Reichsstelle für Wirtschaftsausbau errechneten 1939 die für den Krieg nötige Jahresmenge mit 24 Millionen t Öl, das waren mindestens 20 Millionen t mehr, als unter großen Anstrengungen aus den deutschen Erdölfeldern und den Synthesewerken herauszuholen war. Dieses entsprach aber auch in etwa der Menge, die im Kaukaus als damals größtem europäischen Erdölfeld gefördert wurde. Die Wehrmacht stellt klare Forderungen: „1. Beherrschung der rumänischen Ölfelder und somit des gesamten Donauraums. 2. Durchführung der Besetzung unter Vorbedacht der Erhaltung und Betriebsfähigkeit der rumänischen Erdölindustrie. 3. Schutz der Transportwege, Erdölanlagen, Raffinerien und Tanklager.“ Sie plante außerdem die Besetzung der Förderstätten des estnischen Ölschiefers und der galizischen Ölfelder (Südostpolen) und „das größte und lohnendste Ziel: die Beherrschung des gewaltigsten Erdölgebietes Europas, Kaukasien.“ Für IG-Farben-Direktor Carl Krauch, Görings Gewährsmann und Vertrauten, bezifferte bereits den Materialbedarf für eine Pipeline über 2000 Kilometer von Ploiesti nach Regensburg. Er forderte, dass in eine „Großraumwehrwirtschaft unter deutscher Führung“ außer Südosteuropa auch Rußland und die Ukraine, der skandinavische „Nordraum“ und der Mittelmeerraum einbezogen würden; selbst der Iran müsse dazugehören. Das hatte Tradition. Schon vor dem Ersten Weltkrieg hatten deutsche Banken und Industrieunternehmen Ölkonzessionen im Irak und im Osmanischen Reich und bauten die Bagdadbahn zu den dort zu hebenden Schätzen (siehe dazu den nachfolgenden Auszug aus der FAZ vom 27.5.06). Von 1916 bis 1918 eroberte das deutsche Heer die rumänischen Ölfelder. Und noch im Sommer 1918 standen deutsche Divisionen in der Nähe der Ölquellen des Kaukasus; General Erich Ludendorff war im Begriff, sie auf Baku marschieren zu lassen. Der Traum vom Deutschen Erdölimperium 1940 träumten die deutschen Eroberer bereits von der Verwirklichung eines deutschen Erdölimperiums, das sich nach der Besetzung Frankreichs und der noch vorhandenen Perspektive eines Sieges über England ergeben hätte: 1. das britische, niederländische und französische Eigentum an dem weitaus größten Teil der rumänischen Ölausbeute, das tatsächlich 1940/41 unter deutsche Kontrolle geriet 2. die britischen und französischen Ölkonzessionen und Eigentumstitel im Irak (Iraq Petroleum Company, IPC) 3. das britisch beherrschte Öl des Iran (Anglo-Iranian Oil Company, AIOC) und in Saudi-Arabien, Kuweit und Bahrein (Royal Dutch-Shell)