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Zum Verhältnis von Minne und Gottesliebe in der hochmittelalterlichen Kreuzzugslyrik (German Edition)

Author Dagmar Ernst
Publisher GRIN Verlag
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Book Details
Author(s)Dagmar Ernst
PublisherGRIN Verlag
ISBN / ASIN3640789377
ISBN-139783640789375
AvailabilityUsually ships in 12 to 14 days
MarketplaceUnited States 🇺🇸

Description

Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,6, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Germanistik), Veranstaltung: Magisterarbeit, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Magisterarbeit zur Erlangung des Grades Magistra Artium der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf , Abstract: Sieben Kreuzzüge zwischen 1096 und 1272 hielten die abendländische Welt des Mittelalters zwei Jahrhunderte lang in Atem. Ihre Auswirkungen sind jedoch nicht allein auf politischer, gesellschaftlicher oder geographischer Ebene anzutreffen. Auch in die zeitgenössische Literatur in den Kreuzfahrerstaaten England, Frankreich und Deutschland hielt die Kreuzzugsthematik Einzug. So wurden zwischen 1180-1200 unter dem Eindruck des Dritten und des Vierten Kreuzzuges neben Kreuzzugspredigten und -bullen auch Kreuzlieder verfasst, die sich ebenfalls mit den Themen Kreuznahme und Kreuzfahrt befassen. Die meisten Kreuzlieddichter waren Minnesänger. Meist handelte es sich um Ministerialen (unfreie Dienstmannen), von denen viele aufgrund ihrer Ämter hohes Ansehen genossen. Ihre Dichtung stieß dadurch in der ritterlich-höfischen Gesellschaft auf große Resonanz. Neben der Kreuzzugspropaganda spielt vor allem das Motiv der Minne eine zentrale Rolle in den Kreuzliedern des hohen Mittelalters, weshalb auch von Minnekreuzliedern gesprochen wird. Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist das Verhältnis von Minne und Gottesliebe in der hochmittelalterlichen Kreuzzugslyrik. Welchem Zweck dient die Verbindung der beiden Themenbereiche und welche Funktion kommt speziell der Minne zu? In der Forschung existieren zwei Thesen. Die eine besagt, dass die Dichter das Motiv der Minne nur genutzt hätten, um ihre Zuhörerschaft zum Kreuzzug zu motivieren. Hier steht eindeutig die Kreuzzugspropaganda im Vordergrund. Die zweite These geht davon aus, dass die Dichter angesichts des Kreuzzugsaufrufs einen persönlichen Konflikt zwischen den b