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Sikhismus: Sikhismus ein Kurzbeschreibung (German Edition)

Author Anna Pal Singh
Publisher Indian Association Bonn e.V.
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Book Details
ISBN / ASINB00K21T3QO
ISBN-13978B00K21T3Q2
Sales Rank2,150,949
MarketplaceUnited States 🇺🇸

Description

Der Sikhismus


Der Sikhismus gehört zu den jüngsten Weltreligionen. Ihr Gründer war Nanak Dev. Er wurde 1469 in einem Dorf in der Nähe von Lahore (Pakistan) geboren und war der erste von zehn Gurus, die diese Religion prägten. Die beiden zu seiner Zeit vorherrschenden Religionen waren der Hinduismus und der Islam. Nanak Dev erkannte, dass beide Religionen mehr den Herrschenden dienten, als dem einfachen Volk.

Die Bezeichnung Guru kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie religiöser Lehrer oder auch Weiser. Nanak Devs Geburtsort wurde ihm zu Ehren in Nankaana Sahib umbenannt und wird jährlich von vielen Sikhs in Erinnerung an den Vater ihrer Religion besucht


Das wesentliche Merkmal des Sikhismus ist der Monotheismus, es gibt nur einen Gott (Ik Onkar). Sikhs kennen keine Gebetsrituale. Die Darstellung Gottes in bildlicher oder figürlicher Form ist im Sikhismus nicht erlaubt. Gebete können immer und überall verrichtet werden.

Die Religion der Sikhs orientiert sich nicht an der Einhaltung religiöser Dogmen, sondern hat das Ziel, religiöse Erkenntnisse für den Alltag nutzbar zu machen. Auch lehnen Sikhs das hinduistische Kastensystem ab. Das Wort Sikh bedeutet Lernender, er ist also ein Schüler des Gurus. Guru Nanak predigte Toleranz und Respekt gegenüber jedem Menschen:


Es gibt keinen Hindu,
es gibt keinen Moslem,
es gibt nur Geschöpfe Gottes.
Guru Nanak



Der Religionsgemeinschaft der Sikhs gehören weltweit etwa 24 Millionen Menschen an. Davon leben 21,5 Millionen in Indien, 750.000 in den USA, 500.000 in Kanada und 340.000 in Großbritannien. In Deutschland haben etwa 10.000 Sikhs eine neue Heimat gefunden.

Die Gemeindehäuser der Sikhs werden Gurdwara genannt, übersetzt Tor zum Guru. Die Unterhaltung dieser Einrichtungen wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Gurdwaras findet man in den großen Städten wie Berlin, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart.


In den Straßen Indiens fallen die männlichen Sikhs durch ihre farbenfrohen Turbane auf. In früherer Zeit trugen nur die indischen Herrscher einen prunkvollen Turban als Zeichen ihrer Autorität und Stellung. Die einfache Bevölkerung begnügte sich mit einem um den Kopf gewundenen Tuch. Der Turban/Dastar besteht aus dünner Baumwolle und ist etwa fünf Meter oder sieben Meter lang.