Den Teufel am Hals (German Edition) Buy on Amazon

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Den Teufel am Hals (German Edition)

Book Details

ISBN / ASIN1494743485
ISBN-139781494743482
MarketplaceFrance  🇫🇷

Description

Sebastian beschwor als Teenager ungewollt einen Dämon herauf und verschuldete dadurch ein tödliches Unglück. Doch nicht nur, dass ihm die Vergangenheit schwer zu schaffen macht – er hofft vergeblich darauf, dass seine große Liebe, die freiheitsliebende und sexuell umtriebige Linda, mit ihm eine Beziehung eingeht.

Als Sebastian feststellt, dass er in die Zukunft sehen und er so Unglücke verhindern kann, scheint sein Leben wieder einen Sinn zu bekommen. Zudem lernt er in der bodenständigen Melissa jemanden kennen, der ihm über Linda hinweghelfen kann.
Doch als er voraussieht, wer der Mörder einer Frau mit ihrem Kind sein wird, droht sein neues, liebgewonnenes Leben zerstört zu werden …


Buchinfo:

Es handelt sich hier um ein großformatiges Taschenbuch, das im bekannten 12/19-Format ca. 150 Seiten stark wäre.


Leseprobe

Die Wände waren mit Postern von Höllengestalten und Hardrock-Bands beklebt. Auf der Kommode stand eine übergroße Spinnenskulptur und von einer Stehlampe hing ein Pentagramm herunter. Ein Gothic-Girlie saß mitten im Raum in sich versunken auf einem abgewetzten Sitzsack. Die Augen schimmerten anthrazit, sie waren dick mit schwarzem Kajal betont. Ein frisch gestochenes Teufel-Tattoo schimmerte an ihrem Hals.
»Du verfluchtes Balg! Hätte ich dich doch bloß abgetrieben, du verdammte Missgeburt.« Die Worte ihrer Mutter hallten in ihr nach.
Sie stand auf, ging vor zur Kommode und schob eine Schublade heraus. Eine Pistole lag darin. Das Gothic-Girlie streichelte über den Lauf, fast liebevoll und sah dann auf. Im Spiegel vor sich sah sie, wie sich ihre Augen langsam mit Blut füllten.

Sie schlich mit einem schwarzen, langen Ledermantel bekleidet durch die neblige Gasse einer Altstadt. Kieselsteine knirschten unter ihren Füßen. Ihre Sinne waren geschärft. Sie hörte das leise Knarren einer verrosteten offen stehenden Gartentür, nahm ein weggeworfenes, blutiges Heftpflaster wahr, an dem sich eine Fleischfliege zu schaffen machte und hörte Wortfetzen in etwas Entfernung. Im dichten Nebel erkannte sie schemenhaft die Gestalten einer Mutter mit ihrem Kind. Das Gothic-Girlie fing an zu laufen, ging auf Angriff über und zog die Pistole.

Schüsse fielen und Sebastian schreckte schweißgebadet aus dem Schlaf. Überdeutlich konnte er die Schreie von der Frau und ihrem Kind hören. Sebastian sah zu Linda, die neben ihm im Bett schlief. Ihre schwarzen, langen Haare lagen wie ein Fächer über dem Kissen. Sie war mit seinem Hemd bekleidet, und lag wie ein Kätzchen eingerollt neben ihm. Sebastian hörte das Japsen des Kindes. Er hielt sich die Ohren zu, doch damit war das Japsen nur lauter zu hören. Er schloss die Augen und sah für einen Moment das todesverängstigte Gesicht des wimmernden Mädchens. Die Pistole wurde auf das Kind gerichtet.
»Nein«, murmelte Sebastian verzweifelt. Mit dem nächsten Schuss verstummte das Japsen und die Bilder lösten sich in Luft auf.
Linda räkelte sich im Schlaf, ohne wach zu werden. Sebastian nahm das Handy, das auf seiner Kommode lag, zur Hand. 2.35 Uhr zeigte das Display an. Dann stahl er sich aus dem Bett, um sie nicht zu wecken und schlich in das Bad.

***

Er stand in Boxershorts und mit nacktem Oberkörper im Bad. Um einen kühlen Kopf zu bekommen öffnete er das Fenster. Tief sog er die klare Nachtluft in sich ein.

Er tränkte einen Waschlappen mit kaltem Wasser und während er sein Gesicht damit erfrischte, fragte er sich, was es mit dieser immer wieder kehrenden Vision auf sich hatte. Plötzlich sah er aus den Augenwinkeln eine kapuzenbemantelte Gestalt hinter sich vorbei huschen. Zeitgleich klackerte etwas am Boden, als wäre es von der Gestalt mitgerissen worden. Er brüllte vor Schreck. Als er sich umdrehte, war die Gestalt weg. Schwer atmend lehnte er sich gegen den Beckenrand.
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