Ãoeber den Aufsatz von H. C. Melchert âA luwian dedicationâoe (German Edition)
Book Details
Author(s)Ptolemaios Paxinos
PublisherGRIN Verlag
ISBN / ASIN3640539834
ISBN-139783640539833
MarketplaceFrance 🇫🇷
Description
H. Craig Melchert stellt in diesem Aufsatz zwei Verbalstämme des Keilschriftluwischen vor, nämlich uppa/i- und upa-. Das eigentliche Ziel ist darzustellen, aus welchem idg. Verbum sich kluw. upa- entwickelt hat. Nichtsdestotrotz nimmt der Vergleich der beiden Stämme miteinander einen beachtlichen Platz in seinem Aufsatz ein, damit er sie voneinander trennen kann. Dadurch will er zeigen, dass die beiden Stämme mindestens aus synchroner Sicht nichts miteinander zu tun haben. Kluw. uppa/i- wird mit heth. uppa/i- „bringen; herschicken" in Verbindung gebracht und diesem Stamm semantisch gleichgesetzt. Kluw. upa- erlaubt die gleiche Übersetzung nicht, denn die Textstellen, in denen upa- vorkommt, legen eine Übersetzung „gewähren, verschaffen" nahe. Eine semantische Interpretation von kluw. upa- findet man schon bei MELCHERT 1993, 242, der upa- mit „verschaffen, gewähren o.ä." übersetzt. Zu diesem Bedeutungsspektrum wird die Bedeutung „widmen" hinzugefügt (MELCHERT 1994, 265). Semantisch betrachtet ist der Weg von „gewähren" zu „widmen" nicht lang und problemlos anzunehmen. Nach dem heutigen Kenntnisstand der anatolischen Phonologie und deren Entwicklung aus der idg. Grundsprache, schlägt Melchert vor, dass man als protoanatolische Wurzel *ub(V)- „widmen, darbieten" annehmen kann. Die würde wiederum eine idg. Wurzel *eub(h)- reflektieren. Da aber eine solche Wurzel nicht vorhanden ist, nimmt Melchert ferner an, dass die pa. Wurzel aus dem Präfix *au-, was man ebenfalls in heth. uppa/i- findet1, und die Lautfolge *b(h)VC- bestand. Der letzte Konsonant schwindet im Luwischen und Lykischen. Deshalb sucht man innerhalb des anatolischen Sprachraumes nach einer Wurzel der Form pV-, die „darbieten, darbringen; widmen"oder ähnliches bedeutet, da sie auf die Existenz unserer gesuchten Wurzel hindeuten könnte. Das Hieroglyphenluwische Sprachmaterial weist ein (PES2)pa-(za)- auf, das semantisch gut zu passen scheint. Nach einer ausführlichen Argumentation zeigt Melchert, dass dies
