Gulag. Der Stalinistische Lager-Industrielle Komplex an Der Kolyma Und Der Beitrag Varlam Alamovs Gegen Das Vergessen (German Edition)
Book Details
Author(s)Jonathan Hass
PublisherGRIN Verlag
ISBN / ASIN3656523452
ISBN-139783656523451
MarketplaceFrance 🇫🇷
Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde), Veranstaltung: Raum(ge)schichten Osteuropas, 18.-20. Jahrhundert, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Anm. d. Dozenten: Die Hausarbeit hat mir ausgesprochen gut gefallen. Sie gibt einen sachkundigen, informativen Überblick über Dal'stroj und präsentiert kluge Schlussfolgerungen. [...] Literatur- und Strukturgeschichte werden umsichtig miteinander verwoben. Der Stil ist flüssig, es gibt begriffliche Pointierungen. Die Forschungsliteratur ist breit gesichtet und ausgewertet worden. , Abstract: „Das, was ich gesehen habe - soll ein Mensch nicht sehen und nicht einmal wissen." Diese Aussage legt der Schriftsteller Varlam Šalamov einer seiner Figuren in den „Erzählungen aus Kolyma" in den Mund. Er verweist damit auf sein zutiefst bitteres Schicksal und gleichermaßen auf das unsägliche Leid, welches das stalinistische „Terrorregime" in den Weiten des hohen Nordostens der Sowjetunion im Zeitalter des GULag hunderttausenden von Menschen zugefügt hat. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen des Hauptseminars „Raum(ge)schichten Osteuropas, 18.-20. Jahrhundert" mit der punitiven und ökonomischen Durchdringung des Raumes an der Kolyma im Zuge des Aufstiegs der „Stalin-Ära", der Wandlung des Raumes zum separierten „industriellen Lagerkomplex" bis hin zur schrittweisen Auflösung des „Sondergebietes" im Rahmen der „Tauwetterperiode". Der vollständigen Umwandlung des Raumes in politischer, wirtschaftlicher und mentaler Hinsicht wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Der spezielle Fokus liegt im Anschluss an die Institutionsgeschichte auf der Raumwahrnehmung in der Literatur Varlam Šalamovs, wobei sowohl auf die spezifische Lagerterminologie hinsichtlich der Raumempfindung als auch auf den „raumlos" wirkenden Stil der „neuen Prosa" des Schriftstellers eingegangen wird. Abschließend bleibt n
