Inwiefern geben Geschäftsbanken Leitzinsänderungen in ihren Konditionen weiter? (German Edition)
Book Details
Author(s)Roaya Roohani
PublisherDiplomarbeiten Agentur diplom.de
ISBN / ASIN3836606437
ISBN-139783836606431
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MarketplaceUnited States 🇺🇸
Description
Diplomarbeit, die am 04.07.2007 erfolgreich an einer Universität in Deutschland im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften eingereicht wurde. Problemstellung: Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt mit der Entsendung monetärer Impulse, z.B. in Form einer Leitzinsänderung, das Ziel der Preisniveaustabilität der gesamten Eurozone. Die Übertragung der Leitzinsänderung erfolgt über mehrere komplexe Transmissionsmechanismen auf die Finanzmärkte und gelangt von dort in die reale Wirtschaft. Wesentlicher Transaktionspartner der Zentralbank bei der Übertragung geldpolitischer Impulse sind die Geschäftsbanken. Da Geschäftsbanken jedoch eigene Ziele und Kalküle verfolgen, die nicht zwangsläufig mit denen der Zentralbank übereinstimmen müssen, können sie einen ersten Störfaktor bei der Übertragung von Leitzinsänderungen auf den realwirtschaftlichen Bereich darstellen. Für Zentralbanken wird es damit schwierig, die gewünschte Anpassung des Preisniveaus durch geldpolitische Interventionen zu erreichen. Seit Ende 2005 wurden die Leitzinsen bereits sieben Mal in stetigen Zinsschritten von der EZB angehoben. Die letzte Erhöhung erfolgte im Juni 2007 um 25 Basispunkte auf 4 %, wobei noch weitere Zinsschritte in diese Richtung zu erwarten sind. Die EZB befindet sich damit auf einem restriktiven geldpolitischen Kurs. Wie Medien gegenwärtig berichten, werden diese Zinsanhebungen jedoch von den Geschäftsbanken nicht vollständig und zeitnah nachvollzogen. So geben einige Geschäftsbanken an, keine oder nur geringfügige Zinserhöhungen für Einlagen durchzuführen. Kreditzinsen werden dagegen etwas stärker angehoben, aber immer noch geringer als die eigentliche Leitzinserhöhung. Mit dieser unvollständigen Weitergabe der Leitzinsen könnte der restriktive Impuls abgeschwächt werden. Zu befürchten wäre dann, dass sich in einigen Ländern des Euroraumes eine konjunkturelle 'Überhitzung' entwickelt. Über die Vergrößerung der "Outputlücke" würde folglich eine Inflationserhöhung ent...
