Rollenspiele zwischen Autor, Text und Leser: Aspekte von Wirkung und Rezeption, gemessen an den Wirkungsstrukturen und der literaturkritischen ... guten Tag...' von Eva Demski (German Edition)
Book Details
Author(s)Sarah Ines Struck
PublisherDiplomarbeiten Agentur diplom.de
ISBN / ASIN3838680235
ISBN-139783838680231
MarketplaceFrance 🇫🇷
Description
Magisterarbeit, die am 08.10.1997 erfolgreich an einer Universität in Deutschland im Fachbereich Philosophische Fakultät eingereicht wurde. Einleitung: "Es könnte...sein, dass die Literaturwissenschaft kein guter Ort für Lektürelust ist." Das Erlebnis des Lesens, das zu beschreiben immer rasch in den sprachlichen Notstand oder in den Kitsch führe, habe in der Literaturwissenschaft keinen rechten Ort. Diese Mutmaßung Ulrich Greiners, scheint mir, drückt ein Stück Wahrheit aus. Zu viele Zeitgenossen legitimieren ausschließlich eine Literatur, die ernsthaft und anstrengend sein muss. Sie scheinen zu glauben, dass lustbetontes oder gar unterhaltsames Lesen nur in den Niederungen der Trivialität möglich ist. Ganz ohne Leseglück jedoch würde das Lesen wohl zu "einer dürren technokratischen Pflichtübung" verkommen. Kurz und gut, dies war der Grund für mich, Fragen zu stellen, an Texte und an Leser. Damit greife ich eine "Mode" der siebziger Jahre auf, die Rezeptionsästhetik, die den Leser als Bestandteil der Theorie wieder und gewisserweise auch überhaupt erst salonfähig macht, und die sich hauptsächlich auf die beiden in Konstanz lehrenden Wissenschaftler Wolfgang Iser und Hans Robert Jauß gründet. Die Legitimationskrise, die die Literaturwissenschaft im Zuge von Empirisierung, Leistungsorientierung und Pragmatismus der Wissenschaften erfasst, scheint nach einem "Paradigmawechsel" zu verlangen. Der Begriff des Paradigma wird dabei definiert als die wissenschaftliche Methode mit Systemcharakter, die den anderen Theorien überlegen erscheint. Das neue Paradigma soll der Literatur ihren Sinn und Zweck wiedergeben, indem es durch eine rezeptionsästhetische Fundierung die "gesellschaftsbildende Funktion" der Literatur aufdeckt, die erst durch die Vermittlung des Lesers zustande kommt. Die neue Methode interessiert sich allerdings weniger für den empirischen Vorgang des Lesens als für die im Lesevorgang stattfindende kommun
