Ideale temporale Muster als kognitive Wissensstrukturen über den Umgang mit der Zeit: Eine qualitative Studie am Beispiel engagierter Ausdauersportler (German Edition)
Book Details
Author(s)Dirk Steinbach
PublisherDiplomarbeiten Agentur diplom.de
ISBN / ASIN383868091X
ISBN-139783838680910
MarketplaceIndia 🇮🇳
Description
Dissertation / Doktorarbeit, die am 03.03.2004 erfolgreich an einer Sporthochschule in Deutschland im Fachbereich Geistes- und Sozialwissenschaften eingereicht wurde. Erläuterung zur Auszeichnung: Die Dissertation wurde 2005 mit dem "Toyotapreis" der Deutschen Sporthochschule Köln und der Toyota Deutschland GmbH für herausragende wissenschaftliche Arbeiten des sportwissenschaftlichen Nachwuchses ausgezeichnet. Einleitung: Die Fähigkeit zum Umgang mit der Zeit, die Plattner (1990) definiert als Fähigkeit zur "Ausrichtung des Handelns an selbst bestimmten sowie an von außen vorgegebenen zeitlichen Strukturierungen, die Planung und Einteilung von Zeit sowie das Ausfüllen von Zeit mit bestimmten Tätigkeiten" oder, mit anderen Worten, der Besitz von Zeitkompetenz im Sinne der "Fähigkeit und Bereitschaft des Einzelnen, selbst bestimmt und eigenverantwortlich die [Alltags- und] Lebenszeit zu gestalten" (Freericks 1996), wird für Mitglieder moderner Gesellschaften zusehends wichtiger. Unter ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und auf ganz unterschiedliche Art und Weise bewältigen Menschen Tag für Tag den "Balanceakt Zeit" (Garhammer 1994). Dabei erfahren und erleben selbstverständlich nicht alle Individuen die Anforderungen des richtigen Umgangs mit der Zeit als Balanceakt knapper zeitlicher Ressourcen. Insbesondere für diejenigen, "...die in Ausbildung, Vollerwerb und Normalarbeitsverhältnissen sowie unter der Last `familialer Vollrollen´[stehen], werden diese Anforderungen jedoch zu einem zentralen Problem der Bewältigung des Alltags. Dabei tragen nicht ausschließlich die Rollenanforderungen des Arbeits- oder Familiensystems zu Problemen im Umgang mit der Zeit bei, sondern auch mehr und mehr diejenigen Anforderungen, die sich aus den Ansprüchen selbst gewählter Rollen des Freizeitsystems ergeben. In dem Maße, in dem Menschen sich in so genannten "Serious Leisure Activities" (Stebbins 2000) engagieren und sich über
