Don Quijote Reloaded (German Edition)
Book Details
Author(s)Andrés Ehmann
Publisherinfos24 GmbH
ISBN / ASINB005A8X5QS
ISBN-13978B005A8X5Q4
Sales Rank99,999,999
MarketplaceUnited States 🇺🇸
Description
- Wer weiß, wohin er gehen will, will meistens nicht allzu weit gehen, und kann eigentlich auch gleich zu Hause bleiben -
Die Geschichte vom Ritter von der traurigen Gestalt, Don Quijote de la Mancha, ist, wie auch die Geschichte von der kleinen Seejungfrau, vom hässlichen Entlein, vom tapferen Schneiderlein, Hamlet, Odysseus oder auch Goethes Faust, einer der kollektiven Mythen der Menschheit. Bekanntlich wusste Don Quijote, was er nicht wollte. Er wollte nicht in einem Dorf in La Mancha vermodern. Dorf in La Mancha können wir ruhig symbolisch sehen, das Dorf in La Mancha ist überall, überall und immer. Der Sprung aus dem Dorf in die Ritterwelt war so groß, dass er erfolgreich nur in einem Märchen gelingen kann oder wenn man die Welt mit phantastischen Rittern bevölkert, wobei letzteres mit der Wirklichkeit kollidieren muss. Wir haben also ganz großen Aufbruch und ganz große Bruchlandung. Zumindest bei Cervantes, dem Erfinder des Don Quijote. Gnadenlos lässt er seinen Helden scheitern, immer und immer wieder. Kein Abenteuer kann dieser Ritter bestehen; von den Giganten, die er mit seiner Lanze niederwerfen will, bis zu den Windmühlen, die ihn niederwerfen, ist es genau so weit, wie vom ganz großen Kino zum Alltag. So steht es bei Cervantes. Oder etwa nicht? Vielleicht hat Cervantes uns eine ganz subtile Flaschenpost gesendet, kann ja auch sein. Vielleicht sollten wir die Flasche mal entkorken und die message lesen. Vielleicht ist die Wahrheit, das ganz große Kino. Ja, Cervantes wird nicht müde, sich über Dulcinea de Toboso lustig zu machen, aber wer ist sie überhaupt und wieviele gibt es davon? Ja, der Ritter von der traurigen Gestalt ist durchgeknallt, aber wieviele Durchgeknallte gibt es denn noch auf dieser Welt und steht uns dieser spezielle Durchgeknallte nicht vielleicht doch näher, als viele andere Irre? Ja, es ist verrückt, in den Büchern das tobende Leben zu suchen, aber wo ist es, das tobende Leben? Und ja, wenn er vom ehrenhaften Beruf des Soldaten redet, dann deliriert er. Aber sollen wir die wirren Reden eines fahrenden Ritters vor vierhundert Jahren mal konkret mit so manchen Reden im Jahre 2011 vergleichen? Was wird uns die Flaschenpost enthüllen? Wie sieht es mit den Sancho Panzas aus? Gibt es auch heute noch Leute, die in Irre ihre Hoffnung setzen, weil sie sie selber ohnmächtig sind?
Cervantes hat seinen Quijote, der ihm so ähnelt, scheitern lassen. Es scheint heute, vierhundert Jahre später, opportun, das zu ändern. Großer Aufbruch muss sein und es wird jetzt auch Zeit, dass sich die Hirten Andalusiens mit ihm vereinen und für die dem großen Aufbruch entsprechende große Landung sorgen. Es ist nun an der Zeit, die Flaschenpost zu entkorken.
Die Geschichte vom Ritter von der traurigen Gestalt, Don Quijote de la Mancha, ist, wie auch die Geschichte von der kleinen Seejungfrau, vom hässlichen Entlein, vom tapferen Schneiderlein, Hamlet, Odysseus oder auch Goethes Faust, einer der kollektiven Mythen der Menschheit. Bekanntlich wusste Don Quijote, was er nicht wollte. Er wollte nicht in einem Dorf in La Mancha vermodern. Dorf in La Mancha können wir ruhig symbolisch sehen, das Dorf in La Mancha ist überall, überall und immer. Der Sprung aus dem Dorf in die Ritterwelt war so groß, dass er erfolgreich nur in einem Märchen gelingen kann oder wenn man die Welt mit phantastischen Rittern bevölkert, wobei letzteres mit der Wirklichkeit kollidieren muss. Wir haben also ganz großen Aufbruch und ganz große Bruchlandung. Zumindest bei Cervantes, dem Erfinder des Don Quijote. Gnadenlos lässt er seinen Helden scheitern, immer und immer wieder. Kein Abenteuer kann dieser Ritter bestehen; von den Giganten, die er mit seiner Lanze niederwerfen will, bis zu den Windmühlen, die ihn niederwerfen, ist es genau so weit, wie vom ganz großen Kino zum Alltag. So steht es bei Cervantes. Oder etwa nicht? Vielleicht hat Cervantes uns eine ganz subtile Flaschenpost gesendet, kann ja auch sein. Vielleicht sollten wir die Flasche mal entkorken und die message lesen. Vielleicht ist die Wahrheit, das ganz große Kino. Ja, Cervantes wird nicht müde, sich über Dulcinea de Toboso lustig zu machen, aber wer ist sie überhaupt und wieviele gibt es davon? Ja, der Ritter von der traurigen Gestalt ist durchgeknallt, aber wieviele Durchgeknallte gibt es denn noch auf dieser Welt und steht uns dieser spezielle Durchgeknallte nicht vielleicht doch näher, als viele andere Irre? Ja, es ist verrückt, in den Büchern das tobende Leben zu suchen, aber wo ist es, das tobende Leben? Und ja, wenn er vom ehrenhaften Beruf des Soldaten redet, dann deliriert er. Aber sollen wir die wirren Reden eines fahrenden Ritters vor vierhundert Jahren mal konkret mit so manchen Reden im Jahre 2011 vergleichen? Was wird uns die Flaschenpost enthüllen? Wie sieht es mit den Sancho Panzas aus? Gibt es auch heute noch Leute, die in Irre ihre Hoffnung setzen, weil sie sie selber ohnmächtig sind?
Cervantes hat seinen Quijote, der ihm so ähnelt, scheitern lassen. Es scheint heute, vierhundert Jahre später, opportun, das zu ändern. Großer Aufbruch muss sein und es wird jetzt auch Zeit, dass sich die Hirten Andalusiens mit ihm vereinen und für die dem großen Aufbruch entsprechende große Landung sorgen. Es ist nun an der Zeit, die Flaschenpost zu entkorken.
