Spielen und Gespielt werden: Die Puppenmetapher in Jacinto Benaventes "Los intereses creados" (German Edition)
Book Details
Author(s)Lea Horak
PublisherGRIN Verlag GmbH
ISBN / ASINB007IL537E
ISBN-13978B007IL5376
MarketplaceFrance 🇫🇷
Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: 1,3, Universität Bremen (Hispanistik), Veranstaltung: Spanisches Theater der Restaurationszeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 1907 erstmals aufgeführte Drama Jacinto Benaventes 'Los intereses
creados' veranschaulicht das „Spinnen von Interessen“ des pÃcaro CrispÃn, das ihm und seinem Begleiter schließlich zum sozialen Aufstieg verhilft.
Natürlich hat Benavente keine echten pÃcaros auf die Bühne geschickt,
sich selbst zu verkörpern, sondern – wie im Drama üblich – wird den
fiktionalen Figuren durch Schauspieler Leben eingehaucht. Doch wenn
man auf CrispÃn hört, der gleich im Prolog verkündet: „Es una farsa
guiñolesca“, so scheint es, als sollten die Figuren in Benaventes Drama nicht allzu menschlich und lebendig erscheinen, sondern vielmehr wie „muñecos o fantoches“, die an groben Fäden durchs Stück gelenkt werden. Im abschließenden Redebeitrag Silvias wird die anfangs von CrispÃn thematisierte Puppenhaftigkeit nochmals aufgegriffen. Es lässt sich also vermuten, dass das Puppenmotiv eine zentrale Rolle in Benaventes Stück spielt. Doch was macht die Figuren überhaupt zu Puppen? Und welche Bedeutung und Fuktion kommt ihrer Puppenhaftigkeit zu? Diese Fragen werde ich im Folgenden beantworten.
Zunächst einmal soll das Grundverständnis der Begrifflichkeit 'Puppe'
geklärt und mit dem vorliegenden Drama in Verbindung gesetzt werden.
Sodann werde ich untersuchen, ob und wie Benavente in 'Los intereses
creados' tatsächlich Puppenfiguren einsetzt. Anschließend werde ich
darstellen, wie CrispÃn – selbst eine Figur in der Diegese –seinerseits zum Puppenspieler wird. Abschließend soll eine Antwort auf die Frage gefunden werden, was durch den Einsatz der Puppen ausgesagt wird.
creados' veranschaulicht das „Spinnen von Interessen“ des pÃcaro CrispÃn, das ihm und seinem Begleiter schließlich zum sozialen Aufstieg verhilft.
Natürlich hat Benavente keine echten pÃcaros auf die Bühne geschickt,
sich selbst zu verkörpern, sondern – wie im Drama üblich – wird den
fiktionalen Figuren durch Schauspieler Leben eingehaucht. Doch wenn
man auf CrispÃn hört, der gleich im Prolog verkündet: „Es una farsa
guiñolesca“, so scheint es, als sollten die Figuren in Benaventes Drama nicht allzu menschlich und lebendig erscheinen, sondern vielmehr wie „muñecos o fantoches“, die an groben Fäden durchs Stück gelenkt werden. Im abschließenden Redebeitrag Silvias wird die anfangs von CrispÃn thematisierte Puppenhaftigkeit nochmals aufgegriffen. Es lässt sich also vermuten, dass das Puppenmotiv eine zentrale Rolle in Benaventes Stück spielt. Doch was macht die Figuren überhaupt zu Puppen? Und welche Bedeutung und Fuktion kommt ihrer Puppenhaftigkeit zu? Diese Fragen werde ich im Folgenden beantworten.
Zunächst einmal soll das Grundverständnis der Begrifflichkeit 'Puppe'
geklärt und mit dem vorliegenden Drama in Verbindung gesetzt werden.
Sodann werde ich untersuchen, ob und wie Benavente in 'Los intereses
creados' tatsächlich Puppenfiguren einsetzt. Anschließend werde ich
darstellen, wie CrispÃn – selbst eine Figur in der Diegese –seinerseits zum Puppenspieler wird. Abschließend soll eine Antwort auf die Frage gefunden werden, was durch den Einsatz der Puppen ausgesagt wird.
